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Website-Optimierung
Zeit ist Geld: Mit schnelleren Websites zu mehr Umsatz
Geschäftsführer
Dass die Ladezeit einer Website einen Einfluss auf die Nutzung der Website haben kann, ist noch aus der Zeit der dünnen Datenleitungen bekannt: Damals hieß es: Wenn die Website nicht innerhalb von 8 Sekunden geladen ist, springt ein Großteil der Nutzer wieder ab und verlässt die Seite.
Inzwischen sind die Internetanschlüsse deutlich leistungsfähiger geworden, so dass auch aufwändig gestaltete Websites schnell geladen werden können. Dennoch hat diese alte Regel nicht an Substanz eingebüßt. Im Gegenteil, sie gilt sogar in verschärfter Form: Wenn die Seite nicht nach 3 bis 5 Sekunden geladen ist, verlassen die Nutzer die Website. Allerdings tritt dieser Fall längst nicht mehr so häufig ein wie früher. Wer allerdings solche Ladezeiten bei seiner Website hat, verschenkt auf jeden Fall eine Menge Geschäftspotenzial.
Umsatzeinbußen durch ungeduldige Nutzer
Doch auch Websites, die schneller geladen werden, können an der ungeduldigen und undankbaren Nutzerschaft scheitern: Fühlt sich die Nutzung zäh und langsam an, sind nur wenige Nutzer bereit, sich mit den Inhalten und Funktionen dieser Website auseinander zu setzen, weil sich ein negatives Nutzungsgefühl einstellt. Auch dies führt statistisch messbar zu Umsatzeinbußen. Alles in allem hat die Beschleunigung der Internetanschlüsse die vorgenannten Probleme etwas abgemildert. Doch seit einigen Monaten gibt es einen neuen Faktor, der gerade die kleiner werdenden Unterschiede in der Ladezeit immer bedeutender werden lässt.
Googles Reaktion auf langsame Websites
Bis hier wurden nur die direkten Reaktionen der Nutzer auf eine langsame Website als negativer Faktor für den Umsatz behandelt. Der wichtigste Faktor ist jedoch Googles Reaktion auf eine langsame Website. – Wobei langsam nicht mit oben angegebenen Zeiten zu vergleichen ist.
Google lässt die Ladezeit als Faktor für die Positionierung einer Website in den Suchergebnissen einfließen. Ein Grund dafür ist, dass Google die positive Nutzererfahrung und die Relevanz als wichtigste Leitmotive sieht und das nicht nur auf den eigenen Seiten, sondern auch auf den Seiten, die die Suchmaschine als Ergebnis liefert. In die positive Nutzererfahrung geht in jedem Fall auch die Dauer ein, die eine Website zum Laden benötigt. Selbst 1,2 Sekunden können dann langsam sein, wenn Google vergleichbare Seiten findet, die in nur 800 Millisekunden ausgeliefert werden.
Bezüglich der Relevanz geht Google davon aus, dass ein Website-Betreiber, der die Ladezeit seiner Website nicht im Auge hat, auch nichts Relevantes zu bieten hat. Die Folge ist, dass viele Websites schlecht gelistet werden, weil den Betreibern diese Zusammenhänge mit der Ladezeit gar nicht bekannt sind.
Das bedeutet, dass eine Optimierung sich positiv auf die Nutzung und auf den Umsatz auswirkt. Bislang betrifft die Bewertung der Ladezeit nur die Positionierung in den Suchergebnissen. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass Google die Ladezeit auch als Bewertungselement für den Qualitätsfaktor in der AdWords- Werbung heranziehen wird. In dem Fall ist die Auswirkung in den Werbekosten unmittelbar zu spüren.
Was tun?
Eine nahe liegende Ursache, die in der Regel schnell zu beheben ist, ist ein zu langsamer Webserver. Oft wird das günstigste Angebot bei einem Billig-Hoster gewählt, was meistens ein Shared-Hosting-Paket ist. Shared-Hosting an sich ist nicht schädlich, doch die Billiganbieter packen oft mehrere hundert oder gar tausend Websites auf einen einzigen Server, um Kosten zu sparen. Hier sind lange Ladezeiten unausweichlich und es sollte gleich als erstes ein Umzug eingeplant werden.
Meist ist es jedoch nicht nur eine einzige Ursache, sondern mehrere und diese sollten zunächst eingehend untersucht werden. Die meisten Ursachen finden sich auf der Website selbst: Von der Optimierung der zu ladenden Bilder über die Reduzierung der Anzahl der zu ladenden Dateien bis hin zur Verkleinerung der Inhalte von HTML-, CSS- und JavaScript-Dateien bieten sich reichlich Möglichkeiten, die Website schneller zu machen. Einen ersten Eindruck von der Ladezeit und der betroffenen Elemente kann man sich mit pingdom.com verschaffen.
Heiko Haller
Geschäftsführer
Heiko Haller ist seit 2000 Inhaber und Geschäftsführer der Internet-mit-IQ GmbH. Seit 2003 setzt er den Schwerpunkt auf Online-Werbung und Online-Marketing und hat damit das Unternehmen zu einer der größten inhabergeführten Online-Marketing-Agenturen Deutschlands gemacht. Durch sein Ideenreichtum, seine Weitsicht und seine einzigartige Art, die Spreu vom Weizen trennen zu können, hat Heiko Haller sein Unternehmen zu etwas Besonderem gemacht, das seit mehr als einem Jahrzehnt Bestand hat und erfolgreich ist.